Deutsche Meisterschaften der Cobigolfer 2013 in Grötzingen - Homepage des CGC Blau-Gelb Grötzingen

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Deutsche Meisterschaften der Cobigolfer 2013 in Grötzingen

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Ralf Schmidt-Hess überlegener Sieger

Text: Heinz Spiekermann

Schönes und vor allem trockenes Wetter begleitete die Sportler bei den diesjährigen Titelkämpfen der Cobigolfer im badischen Grötzingen.

Das Teilnehmerfeld ließ insgesamt zu wünschen übrig. Viele Spitzenspieler –vor allem aus dem NBV-Bereich- traten die Reise in den Süden erst gar nicht an.


Dies stand guten Ergebnissen aber nicht im Weg. So starteten die Titelverteidiger Stefanie Tomkowitz (KSV Baltrum) gleich am ersten Turniertag mal mit 108 Schlägen und Dustin Raffler (1. Essener CGC) sogar mit 100 Schlägen in das Turnier. Aber auch Michael Zahner von KGC Bad Urach, der zum ersten Mal bei einer Deutschen Cobigolf-Meisterschaft an den Start ging, konnte den ersten Tag mit einer „100" beenden. Der Bahnrekord in Grötzingen liegt bei 21 Schlägen und wurde zwar aber bei dieser Meisterschaft nicht unterboten, aber immerhin von Thomas Barke (1. Essener CGC) in der zweiten Runde und Michael Zahner in der vierten Runde eingestellt. Im Einzelnen:

In der Kategorie
Seniorinnen 2 (ab 58 Jahre) schenkten sich Inge Schmitz (BGC Assindia Essen) und die siebenmalige Deutsche Meisterin Heidi Moll (CGC Rauschenberg) nichts. Mal führte die eine, mal die andere. Die Runden an den drei Turniertagen waren relativ ausgeglichen, selbst die Finalrunde endete unentschieden. Es gewann aber mit drei Schlägen Vorsprung Heidi Moll.

Bei den Senioren 2 begann Klaus Mildenberger vom CGC Blau-Gelb Grötzingen furios und legte fünf Schläge zwischen sich und die beiden Spieler vom BGSV Castrop, Udo Sternemann und Heinz-Theo Giegel. Am zweiten Turniertag benötigte  Udo in vier Runden nur 100 Schläge, Klaus gleich 14 Schläge mehr. Das bedeutete einen Führungswechsel - Sternemann nunmehr vor Heinz-Theo und Klaus. In der Finalrunde nahm der Grötzinger  seinem direkten Konkurrenten aber noch einmal Schläge ab und konnte hinter dem deutlich führenden neuen Deutschen Meister Udo Sternemann Rang zwei belegen. Peter Hartmann aus Grötzingen verpasste die Endrunde knapp und wurde Vierter. Die weiteren Ergebnisse der Heimspieler: Wolfgang Schlenstedt wurde Sechster, Robert Hauska Achter und Wolfgang Krieger bei seiner ersten Teilnahme an einer DM Neunter.

In der Klasse Seniorinnen 1 (45 – 57 Jahre) hatte Titelverteidigerin Heike Spiekermann (1. Essener CGC Blau-Gold)  einen rabenschwarzen Start in das Turnier. 38 Schläge in der ersten Runde bedeuteten schon fast eine Vorentscheidung, zumal Judith Brandt (CGC Rauschenberg) mit einer „29" in das Turnier ging. Die folgenden Runden waren ziemlich ausgeglichen. In der achten Runde kam ein leiser Hoffnungsschimmer auf, als Heike noch einmal neun Schläge aufholen konnte. Judith lag aber immer noch mit sechs Schlägen in Führung und letztlich konnte sie sich dann doch durchsetzen und ihren ersten Meistertitel holen. Zweite wurde Heike Spiekermann vor Sabina Brox (CGC Grötzingen). Sabina hatte bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft nie eine echte Chance gegen ihre erfahrenen Mitspielerinnen.

Lokalmatador Ralf Schmidt-Hess startete bei den Senioren 1 mit 103 Schlägen, Norbert Conrad (VfM Berlin) und Tobias Brandt (CGC Rauschenberg) folgten auf den Plätzen mit 106 bzw. 109 Schlägen. Nicht so einen guten Start hatte Vorjahresfinalist Willi Hettrich (BGSV Castrop) erwischt. Eine „31" in Runde vier warf ihn erst einmal zurück. In Lauerstellung auf Platz vier vor Horst Unterleitner (CGC Illertal Kellmünz). Am zweiten Turniertag spielte Ralf erneut das beste Senioren-Ergebnis und baute seinen Vorsprung weiter aus. Horst und Willi, der sich wieder zurückgekämpft hatte, lagen bereits 13 Schläge zurück. Gute Chancen auf das Finale hatten zu diesem Zeitpunkt aber noch  Tobias und Norbert.  

Dramatisch wurde es dann nach der neunten Runde. Ralf Schmidt-Hess war klar durch (230), aber um die restlichen Plätze für die Finalrunde wurde heftigst gerungen. Horst, Tobias und Willi hatten alle das gleiche Ergebnis (246). Entsprechend der Ausschreibung musste also ein Stechen darüber entscheiden, wer in die Finalrunde durfte. Willi Hettrich musste in den sauren Apfel beißen und mit dem vierten Rang vorlieb nehmen. Auch in der Finalrunde untermauerte Ralf seine tolle Leistung, indem er auch diese gewann und sich verdient Deutscher Meister 2013 nennen darf. Vizemeister ist Horst Unterleitner mit einem Schlag Vorsprung vor Tobias Brandt. Thomas Rastetter vom CGC Grötzingen belegte Rang sechs.

Spannend war es bei den Damen schon am ersten Turniertag. Stefanie Tomkowitz (KSV Baltrum) und Claudia Unterleitner (CGC Illertal Kellmünz) trennte mit 108 bzw. 109 nur ein Schlag. Bereits deutlich zurück lagen Melanie Menzel (ebenfalls Baltrum) und Beatriz Grüßinger (MGC Nußloch), beide mit 122 Schlägen. Am zweiten Tag konnte sich Stefanie Tomkowitz deutlich absetzen (9 Schläge). Bei Melanie Menzel lief gar nichts mehr und folgerichtig tauschten sie und Beatriz Grüßinger die Plätze. Mit einem Rückstand von sechs Schlägen ging Claudia Unterleitner als Zweite in die Finalrunde. Und hier wurde es dann richtig dramatisch. Schlag um Schlag konnte sie aufholen. Vor der letzten Bahn hatte Stefanie Tomkowitz nur noch einen Schlag Vorsprung. Das vorgelegte Ass konnte  Stefanie Tomkowitz aber nervenstark kontern und damit ihren Titel erfolgreich verteidigen. Beatriz Grüßinger wurde Dritte.

Auch die Herren-Kategorie war spannend bis zum Schluss. Nach den ersten vier Runden führten Dustin Raffler (1. Essener CGC) und Michael Zahner (KGC Urach) mit dem Tagesbestergebnis von 100 Schlägen das Feld an. Thomas Barke (1. Essener CGC) folgte mit zwei Schlägen Rückstand. Gut platziert auch noch Mathias Tomkowitz (KSV Baltrum) und Maik Moll (CGC Rauschenberg) mit 106 bzw. 108 Schlägen. Das Spitzentrio bei den Herren war zwar nach dem zweiten Tag das gleiche, die Reihenfolge aber eine ganz andere. Michael Zahner war nun vorne, Thomas und Dustin folgten mit jeweils zwei Schlägen Abstand. Angeschlichen an das Spitzentrio hatte sich René Dippelhofer vom 1. MGC Mannheim, der auf Platz vier liegend nur noch vier Schläge Rückstand hatte. Auch Marcel Heger (CGC Grötzingen/7 Schläge Rückstand auf Platz 3) hatte nun Chancen auf das Erreichen der Finalrunde. Mathias Tomkowitz und Maik Moll dagegen hatten sich aus diesem Kreis verabschiedet. Eine starke neunte Runde reichte für Marcel leider nicht aus und so ging das bisherige Führungstrio auch in die Finalrunde, worin Dustin noch einmal mit Thomas gleichziehen konnte. Auch die Finalrunde bei den Herren hatte an Dramatik eine Menge zu bieten, holten doch die Essener von Bahn zu Bahn den Rückstand auf. Aber Michael ließ sich nicht beirren und schaffte zwei Schläge Vorsprung zu seinem ersten Titel bei den Cobigolfern. Um Platz zwei musste ein Stechen entscheiden. Dieses gewann Thomas Barke gegen Dustin Raffler. Marcel Heger belegte einen guten vierten Platz.

Einen interessanten und spannenden Wettbewerb lieferten sich die Senioren-Mannschaften des BGSV Castrop (Udo Sternemann, Heinz-Theo Giegel und Willi Hettrich) und des CGC Blau-Gelb Grötzingen (Ralf-Schmidt-Hess, Thomas Rastetter und Siegfried Pitz). Alle Runden waren relativ ausgeglichen – bis auf die sechste, hier konnte Castrop den entscheidenden Vorsprung herausholen, den sie bis zum Schluss nicht mehr hergaben. Dritte wurde die Mannschaft von Illertal Kellmünz (Michael Brandner, Horst Unterleitner und Jürgen Hansel).

Die Geschichte der Damen-Mannschaften ist schnell erzählt. Das Team des CGC Rauschenberg (mit Heidi Moll, Judith Brandt und Jutta Wilke-Klingelhöfer) war dem Team des KSV Baltrum (Stefanie Tomkowitz, Sarah Böse und Melanie Menzel) zu keinem Zeitpunkt gewachsen und verlor deutlich. Lediglich die sechste Runde konnte das Team für sich entscheiden.

Bei den Herren-Mannschaften hatte überraschenderweise die Heimmannschaft (Marcel Heger, Wolfgang Schlenstedt, Klaus Mildenberger, Peter Hartmann und Ersatz Robert Hauska) gegen den neuen Deutschen Herren-Mannschaftsmeister 1. Essener CGC Blau-Gold mit Dustin Raffler, Thomas Barke, Mario Barke und Jeremy Reinhardt nicht viel zu bestellen. Nur in der ersten, zweiten und letzten Runde konnten die Grötzinger mithalten. Dritter wurde das Team des CGC Rauschenberg (Maik Moll, Bastian Stein, Tobias Brandt und Peter Klingelhöfer).

Gleichzeitig spielten die Jugendlichen ihre Titelträger aus. Sie dürfen sich zwar nicht Deutscher Meister nennen, aber fühlen dürfen sie sich als solche.

In der Schülerkategorie holte Samir Barke (ebenfalls 1. Essener CGC Blau-Gold) in der Finalrunde einen Rückstand von vier Schlägen nicht nur auf, sondern siegte auch noch mit drei Schlägen Vorsprung. Eine tolle Leistung. Zweiter wurde Timo Wenner vom CGC Blau-Gelb Grötzingen, der zum ersten Mal an einem solchen Turnier teilnahm in einem Stechen gegen Jan van Eickelen vom BGC Assindia Essen. Jan-Lucas Bergen belegte bei seiner ersten Teilnahme den vierten Rang.

Die Schülermannschaft des CGC Rauschenberg siegte mit Björn Klingelhöfer, Juri und Michel Kosin. Besonders der erst 9-jährige Michel freute sich über den ersten Pokal, den er mitgewinnen durfte.

900-6006
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